3 schockierende Wahrheiten zum Musical „Erhöre mich!“

3 schockierende Wahrheiten zum Musical „Erhöre mich!“

Ich habe Angst weiter zu leben.

Dieses Leben ist so hässlich.

So klingt Leilas Überlebenskampf.

10.000 Menschen begehen in Deutschland jährlich Selbstmord – 3-mal mehr Tote als durch Verkehrsunfälle, 8-mal mehr als durch alle illegalen Drogen zusammen. Die Ursachen sind vor allem eines: vielfältig.

Einige dieser Geschichten erzählen die Protagonisten des Musicals “Erhöre mich!“. Ihnenliegen wahre Begebenheiten zugrunde. Sie spiegeln eine schmerzhafte Realität wider. Geschichten von Menschen, die aufgegeben haben und aufgegeben wurden.

 

#1 Der Abgrund der virtuellen Welt

Kevin versinkt in der virtuellen Welt. Er würde alles eintauschen, um seine Realität hinter sich zu lassen. Das Spiel kann er immer neu starten. Das Reallife ist unbarmherzig. Seinen Schmerz und seine Leere betäubt er vor dem Bildschirm.

 

 

Seine Situation erinnert an die des 20-jährigen „TheBoom“, der anonym im Online Forum „Hilferuf“ von seiner Sucht berichtet. Bevor die Computerspiele sein Leben einnahmen, war er ein fleißiger und beliebter Schüler. Doch dann entglitt er in die virtuelle Welt. Wochen und Monate vergingen. Ein ganzes Jahr verbrachte der Teenager in den Tiefen des Webs. Schließlich suchte er Hilfe. „Der Neurologe fragte mich im Gespräch, ob ich Selbstmordgedanken hätte. Ich habe ihn angelogen und meinte “nein”, da ich Angst hatte, dass er mich einweisen lässt oder sonst irgendein Mist.“ Wie es TheBoom heute, sieben Jahre nach seinem Eintrag geht, ist unklar.

 

#2 Der Fallstrick des Mobbing

Im August 2016 erhängte sich Daniel, mit gerade mal 13 Jahren. Der Grund: Mobbing. “Ich habe aufgegeben.“ versicherte er in seinem Abschiedsbrief. Er fühlte sich allein. In der Schule schikanierete und mobbte man ihn. Sein Hilfegesuch lehnte die Schulleitung mit dem Kommentar ab, er solle sich mehr um Freundschaften bemühen.

 

 

Auch in “Erhöre mich!” bemüht sich Bastian, dazu zu gehören. Er bemüht sich, normal zu sein. Sein Hindernis: er stottert. In seinem Elternhaus findet er keinen Schutz und auch in der Schule ist er nur das Opfer und wird verprügelt.

 

#3 Der Albtraum des Missbrauchs

Nadines Leben stand still. Eine Partynacht im Dezember 2007 veränderten alles. Drei Täter vergewaltigten die damals 22-Jährige mehrere Stunden lang, nachdem sie sie unter einem Vorwand in eine Wohnung gelockt hatten. Nadine suchte Hilfe, wollte eine Therapie beginnen. Doch alle ihre Hilfeschreie blieben unerhört. Am 15. August nahm sie sich aus Scham und Ekel vor sich selbst das Leben.

Ähnlich wie ihr ergeht es der Protagonistin Leila, die wehrlos ist, als zwei junge Männer sie in ihrem schwächsten Moment überwältigen. Für Lea bietet selbst das eigene Zuhause keinen Schutz mehr.  Missbrauchsopfer haben ein fünfmal höheres Suizid-Risiko.

 

 

Alle Charaktere des Musicals stehen vor einer Entscheidung: Leidvoll weiter Leben oder schmerzhaft Sterben. Sie schreien um Hilfe. Wer kann ihnen helfen? Auch die Menschen, deren Geschichten im  Musical widergespiegelt werden schrien um Hilfe, aber niemand hörte sie. Gab es für sie keine Hoffnung? Keinen anderen Ausweg? Wie werden sich Kevin, Bastian, Leila und Lea entscheiden?

Finde es heraus und besuche das Musical am 19. April. Hier geht es zu den Tickets.


Quellen:

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/318378/umfrage/anzahl-der-suizide-in-deutschland-im-vergleich-zu-ausgewaehlten-todesursachen/

https://www.hilferuf.de/forum/ich/153163-computersucht-und-depressionen.html

https://www.brigitte.de/aktuell/buzz/13-jaehriger-schueler-wird-gemobbt-und-begeht-selbstmord-10838162.html

https://www.shz.de/regionales/schleswig-holstein/panorama/selbstmord-nach-vergewaltigung-id856276.html

 

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